> Zurück

Landes-Meisterschaften 2020 in Götzis

Amann Thomas 06.09.2020

Covid-19 bescherte den Turnierspielern einen mehr als nur bescheidenen Terminplan: Wir selbst hatten ja unser Walgauturnier in Kombination mit dem 40-Jahre-Jubiläum abgesagt, dasselbe galt aber auch zum Beispiel für den Montfortcup und andere kleinere Turniere. Einzig die Landesmeisterschaften, die heuer vom TC Götzis veranstaltet wurden, fanden planmäßig statt. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass auch viele Schlinser im Teilnehmerfeld zu finden waren – und die Leistungen konnten sich wirklich sehen lassen:

In der allgemeinen Klasse waren freilich einzig Mike und Ida so mutig sich der Aufgabe zu stellen, und siehe da, nach einem Freilos in der ersten Runde siegten sie in der zweiten im Champions-Tiebreak 10:4, im Viertelfinale war dann aber leider doch Endstation. Aber das Ergebnis kann doch als Achtungserfolg verbucht werden.

Wenn wir schon beim Mixed-Bewerb sind: Mit Wölli und Daniela „Dane“ Kessler hatten wir ein heißes Eisen im Feuer. Und so standen im Halbfinale die Zeichen klar auf Sieg, ehe beim Stand von 6:3 3:1 Dane mit einer Muskelverletzung in der Wade w.o. geben musste. Bitter!

Im Herren-Doppel war Mike der einzige Schlinser, aber er hat unsere Farben in gewohnter Manier vertreten. Im Viertelfinale konnte er mit seinem Doppelpartner die Nummer 4 aus dem Bewerb werfen – „i hon an brutale Lauf ka, aber wenn ma Vereinsmeister schlagt [Anm.: Tags zuvor hatte er sich mit Amann/Amann erfolgreich eingeschlagen], gwinnt ma o gegs Wiedl/Breuss“ –, die Nummer 2 im Halbfinale war dann aber doch eine Nummer zu groß.

Im Damen-Doppel war Valerie mit Hannelore Lachowitz an ihrer Seite sogar noch am Finaltag im Einsatz und mit 4:6 7:6 10:8 hatte sie auch das glücklichere Ende für sich und konnte sich damit mit dem Vize-Landesmeistertitel belohnen.

 

 

Auch im Einzelbewerb konnten wir Schlinser mit Topleistungen aufhorchen lassen:

35+               Danilo Riemer: Nach der Erstrundenniederlage lief es ihm leider auch im B-Bewerb nicht

                     nach Wunsch.              

 

45+               Stefan Kreiner: Nach drei Sätzen hatte er gerade einmal ein einziges Game abgegeben

                     ein 6:0 6:1-Erstrunden-Sieg, in der zweiten Runde startete er mit einem weiteren

                     fulminanten 6:0, dann folgte eine bittere Niederlage mit 10:7 im Champions-Tiebreak.

45+              Udo Nachbaur: An Nummer 8 gesetzt bekam er zuerst ein Freilos, siegte dann in einem

                     ausgeglichenen Spiel mit 10:7 im Champions-Tiebreak und war auch im Viertelfinale nahe

                     an der Überraschung, mit 4:6 4:6 konnte er sich erhobenen Hauptes aus dem Bewerb

                     verabschieden.

 

50+               Gerold Schmidle: Mit unerschütterlichem Optimismus ging Gerold in die erste Runde der 50+,

                     immerhin war er wohl der Jüngste im Feld, denn seinen 50. Geburtstag hatte er noch wenige

                     Tage vor sich! „Gegs an 5,7er-ITN bin i dabei“ – Leider sollte es dann doch nur zu einem

                     Game reichen und auch im B-Bewerb musste er in der ersten Runde die Segel streichen. 

 

Ja, und da sind dann eben noch unsere beiden derzeitigen sportlichen Aushängschilder, Mike und Wölli, die ihren eigenen Wettkampf ausfochten. Als Nummer 1 bei den 45er-Herren benötigte Wölli für die erste Runde keine halbe Stunde und die Stopps der folgenden Matches im Viertel- und Halbfinale mussten offensichtlich auf die Konkurrenz so Furcht einflößend wirken, dass der Finalgegner Mike Schnetzer resigniert schon vor dem Match w. o. gab. Damit setzte er Mike ordentlich unter Druck: Im Halbfinale hatte dieser noch Philipp Linder mit 6:2 6:1 – so die offizielle Lesart, in Wirklichkeit hatte Mikes Gegner bei 4:1 im zweiten Satz frustriert das Handtuch geworfen – dominiert und traf nun im Finale der 40er auf seinen Trainingspartner Martin Bitschnau. Nach dem 1:0 eröffnete Wölli den Psycho-Krieg und murmelte ihm durchs Gitter zu: „I hon denn im Finale ka anzigs Game abgeh!“ Prompt stand es 1:1, dass die nächsten 11 Games an Mike gingen, konnte Wöllis triumphierendes Lachen nicht mehr verhindern. Nichtsdestotrotz sind wir natürlich richtig stolz darauf, dass die beiden Schlinser ihren Landesmeistertitel in der Halle auch im Freien bestätigen konnten.  

 

 

Dass wir Schlinser von unseren Spielerinnen und Spielern begeistert waren, konnten alle Anwesenden immer wieder hören: "Wir sind die Schlinser, verteilen ...."